Warum Stückpreise die falsche Frage sind
Die erste Frage im Einkauf lautet fast immer: Was kostet das Stück? Sie ist verständlich und führt trotzdem regelmäßig zur falschen Entscheidung. Denn der Stückpreis sagt nichts darüber, wie viele der gedruckten Stücke tatsächlich ankommen.
Ein Flyer für zwölf Cent, den 95 Prozent der Empfänger sofort wegwerfen, hat einen Preis pro erreichtem Kontakt von rund 2,40 Euro. Eine Endlosfaltkarte, die zur Hälfte behalten wird, liegt bei einem Vielfachen des Stückpreises — und trotzdem oft darunter, wenn man in erreichten Kontakten rechnet.
Die Rechnung, die zählt, ist also nicht Preis pro Stück, sondern Preis pro Kontakt, der stattgefunden hat.
Was den Preis einer Endlosfaltkarte bestimmt
Fünf Faktoren, in der Reihenfolge ihrer Wirkung:
- Auflage — der größte Hebel. Zwischen 250 und 1.000 Stück fällt der Stückpreis deutlich, danach flacht die Kurve ab
- Format — 150 × 150 mm ist das effizienteste, weil Bogenausnutzung und Portoklasse zusammenpassen
- Anzahl der Faltebenen — mehr Ebenen bedeuten mehr Falzgänge, und Falzen ist der aufwendigste Schritt
- Veredelung — Lack, Prägung oder Sonderfarben schlagen spürbar durch
- Kreativleistung — kommt das Layout von euch oder von uns
Ab 250 Stück — und warum diese Grenze sinnvoll ist
Unsere Mindestauflage liegt bei 250 Stück. Das ist bewusst niedrig gewählt: Ein B2B-Mailing an ausgewählte Entscheider braucht selten mehr, und wer bei 250 anfangen kann, muss nicht erst ein großes Budget rechtfertigen, um zu testen, ob das Format trägt.
Der pragmatische Weg sieht meist so aus: kleine Auflage, ein sauber messbarer Durchlauf, danach die Entscheidung über Skalierung. Das ist günstiger als der umgekehrte Weg, bei dem 5.000 Karten gedruckt werden und man hinterher merkt, dass die Ansprache nicht sitzt.
Was im Preis enthalten ist
Wir arbeiten nicht als Druckerei, die eine Datei entgegennimmt, sondern begleiten Beratung, Design und Produktion. Das ist kein Zusatzpaket, sondern der Grund, warum das Ergebnis funktioniert: Die Dramaturgie über die Faltebenen entscheidet mehr über die Wirkung als die Papierwahl.
Dazu gehört ein fester Ansprechpartner von der ersten Anfrage bis zur Lieferung. Kein Ticketsystem, keine wechselnden Zuständigkeiten. Bei einem Produkt mit drei bis vier Wochen Vorlauf und einem festen Messetermin am Ende ist das kein Komfort, sondern Risikoreduktion.
Tipp aus der Praxis
Rechne das Porto von Anfang an mit. Bei Mailings macht es häufig mehr aus als der Druck. Ein Format, das knapp in die günstigere Portoklasse passt, spart bei 1.000 Sendungen oft mehr als jede Verhandlung über den Stückpreis.
Wann sie sich nicht rechnet
Ehrlich bleiben gehört dazu: Es gibt Fälle, in denen eine Endlosfaltkarte die falsche Wahl ist. Bei hohen Auflagen mit einfacher Botschaft, bei kurzfristigen Aktionen mit weniger als zwei Wochen Vorlauf, bei Streuwerbung ohne definierte Zielgruppe.
Wenn Reichweite wichtiger ist als Tiefe, bleibt der Flyer die richtige Entscheidung. Den Vergleich haben wir hier ausführlich aufgeschrieben.
Fazit
Eine Endlosfaltkarte kostet mehr als ein Flyer und weniger als eine verlorene Kampagne. Die entscheidende Zahl steht nicht auf dem Angebot, sondern entsteht danach: wie viele der Empfänger tatsächlich hingesehen haben.
Wenn du eine konkrete Kalkulation brauchst, sag uns Auflage, Format und Termin — hier entlang. Ein Muster legen wir kostenlos dazu.




